Am Freitag, dem 3. Februar 2017 fand von 14.00 bis 16.00 Uhr im Ärztlichen Kreis- und Bezirksverband München in der Elsenheimer Straße 63 eine Informationsveranstaltung zur neuen Behandlungsleitlinie statt. Dr. Werner Ettmeier und Dr. Peter Vogel setzten noch vor der dem öffentlichen Review-Verfahren vorab Vertreter der wichtigsten Gruppierungen über die geplanten Neuerungen in Kenntnis.

Insgesamt neun Vertreter von Trans-Ident aus den sieben Selbsthilfegruppen Ansbach, Erlangen, Ingolstadt, München, Nürnberg, Regensburg und Würzburg sowie aus dem Vorstand des gemeinnützigen Vereins waren bei dieser Informationsveranstaltung zugegen.

Die Leitlinie orientiert sich an den Kriterien der Diagnose Gender Dysphoria aus der fünften Auflage des von der American Psychiatric Association (APA 2013) herausgegebenen Klassifikationssystems, dem Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM). Ziel der neuen S3-Leitlinie "Geschlechtsinkongruenz, Geschlechtsdysphorie und Trans*-Gesundheit: Leitlinie zur Diagnostik, Beratung und Behandlung" ist es, für die zu Behandelnden den Weg der Geschlechtsangleichung im medizinischen Bereich zu erleichtern und zugleich die Leistungspflicht der Krankenkassen zu sichern. Sie verfolgt das Ziel dazu beizutragen, dass sich ein Zuwachs an medizinischer Entscheidungssicherheit und Schutz vor willkürlicher Behandlung etabliert, dass die Flexibilität unter Bezugnahme auf individuelle und situative Bedürfnisse im Behandlungsprozess zunimmt und dass sich ein Klima des Vertrauens zwischen den Behandlungssuchenden und den Akteuren der Gesundheitsversorgung entwickelt. Nähere Details zur Leitlinie ist auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung DGfS zu finden.

Im März 2017 steht der Entwurf für vier Wochen der interessierten Öffentlichkeit unter der Adresse https://ww3.unipark.de/uc/leitlinie online zur Kommentierung zur Verfügung. Jeder ist herzlich dazu aufgerufen, seine Stellungnahme zum Entwurf der Leitlinie hier abzugeben.

Sandra Wißgott, Vorsitzende